22. Rheinische Allgemeine Psychotherapietagung

Die 22. Rheinische Allgemeine PSYCHOtherapietagung findet am 15.11.2014 in Hürth/Köln statt

„Körper und Schönheit“
zwischen Illusion und Machbarkeit

Flyer_Therapietage_rz2_maskeDer Körper als Schicksal wird von vielen kaum noch hingenommen. Schönheit gilt als machbar. Der Körper wird mit allen Mitteln perfektioniert, sei es mit Diäten, Sport oder zur Not auch mit dem Skalpell. Der unverrückbar wirkende Wunsch, einen perfekten Körper zu besitzen, erfasst zunehmend auch Kinder und Jugendliche. Ganz besonders deutlich wird dies bei bestimmten Krankheitsbildern wie der Anorexia nervosa oder bei narzisstischen Persönlichkeitsanteilen. Allein in Deutschland bewerben sich jährlich 16.000 Jugendliche für Germany’s Next Topmodel. Viele lassen sich in diesem Verfahren demütigen und vermarkten, nur wegen der Hoffnung, einmal als Modell auf dem roten Teppich flanieren zu dürfen, und der Illusion, dass man wegen des eigenen Glanzes von der Allgemeinheit bewundert wird. Schönheit verspricht Bedeutung, Liebe und Beachtung. Deshalb bemühen sich so viele, schön zu werden oder schön zu bleiben. Dieser ständige Kampf ist jedoch nicht zu gewinnen. Denn die Schönheit hat einen hässlichen, welken Bruder: den Verlust. Und der bleibt immer Sieger zuletzt.

Im Rahmen der 22. Rheinischen Allgemeinen PSYCHOtherapietagung wollen wir uns die unterschiedlichen Schönheitsideale bei Jung und Alt anschauen und über die verschiedenen prädisponierenden, auslösenden und aufrechterhaltenden Bedingungen für dieses zwanghaft anmutende Streben kritisch diskutieren. Diesmal wollen wir uns für die Vorträge jeweils mehr Zeit nehmen, um im Anschluss auch wirklich in den Dialog kommen zu können. An der hohen Anzahl der unterschiedlichen Workshops, in denen diese Thematik aus verschiedenen Perspektiven herausgearbeitet wird, ändern wir nichts.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

 

Das Programm
Samstag, den 15.11.2014

(Änderungen vorbehalten)

Vorträge:            9.30 – 11.00 Uhr

ab 09.00 Uhr      Anmeldung, Begrüßungskaffee

09.15                    Dr. Dr. Reinhard Arndt
Begrüßung

09.30                    Prof. Dr. Ellen Aschermann
Evolutionsvorteile von Schönheit

10.15                    Reiner Schwarz
Trost in der schönen neuen Welt

11.00 – 11.15      Kaffee, Erfrischungen


Workshops        11.15 – 12.45 Uhr

Workshop 1       Reiner Schwarz
„Eine andere will ich nicht“

Workshop 2       Gido Brang, Dr. Elaine de Guzman
Körperkult der Jugend

Workshop 3       Dr. Dr. Bernhard Wegener
Körperdysmorphe Störungen

Workshop 4       Susanne Graff
Körpertherapeutischer Workshop mit dem Fokus Augen im Kontakt –
Schönheit anders erfahrbar machen

12.45 – 13.45      Mittagspause mit köstlichem Essen aus der Somnia Frischeküche


Workshops        13.45 – 15.15 Uhr

Workshop 5       Dr. Clemens Boehle
Stressfaktor Schönheitsideal am Beispiel Adipositas

Workshop 6       Anna Weber
Schönheit über erlebte Klänge und den eigenen musikalischen Ausdruck erfahren

Workshop 7       Anne M. Lang
Hypnose und Selbstwert – Selbsthypnose/Mentales Training

Workshop 8       Dr. Jürgen Junglas
Die Ware Schönheit liegt im Auge des Betrachters

15.15 – 15.30      Kaffee, Erfrischungen


Vorträge:           15.30 – 18.00 Uhr

15.30                   Anne M. Lang
Hypnose und Selbstwert – Selbsthypnose/Mentales Training

16.15                   Dr. Rainer Abel
Blick in den Spiegel – Blick in die Seele

17.00                   Dr. Jürgen Junglas
Abschlussplenum

Anschließend ab 18.00 Uhr
Mitgliederversammlung gap-eV.


Anmeldung online unter:
r.arndt@somnia-kliniken.de

Tagungsort:
Somnia Klinik Köln/Hürth
Friedrich-Ebert-Str. 11a
50354 Hürth
Tel.: 02233-9723250

Tagungsbeitrag:
Einschließlich Mittagessen,
Pausengetränken
und Veröffentlichung:
65,00 Euro für Frühbucher bis 15.10.2014,
danach 85,00 Euro

Zu zahlen per Überweisung auf das Konto
der Gesellschaft für Allgemeine Psychotherapie e. V., Bonn:
Konto-Nr. 11704301 bei der Sparkasse Köln/Bonn, BLZ 370501 98
IBAN: DE29 3705 0198 0011 7043 01

Fortbildungspunkte:
9 Punkte von der Ärztekammer Nordrhein beantragt
(wird von Psychotherapeutenkammer anerkannt)